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FTI-Projekte Grundlagenforschung

Die Förderung von grundlagenorientierten Forschungsprojekten soll wissenschaftliche Forschung in den Handlungsfeldern der FTI-Strategie Niederösterreich 2027 stärken, die kurz-, mittel- oder langfristig einen Beitrag zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen leisten kann bzw. gesellschaftlichen Nutzen hat.

Der zielgerichtete Ausbau von Forschungskompetenzen in Niederösterreich, trägt dabei zur Profilbildung des niederösterreichischen Forschungsstandortes bei und fördert exzellente und international sichtbare Forschung. Die niederösterreichischen Hochschulen, Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen werden damit auch unterstützt, sich in weiterer Folge erfolgreich an Ausschreibungen bestehender nationaler und internationaler Forschungsförderungsprogramme zu beteiligen und verstärkt Kooperationen mit internationalen Partnern einzugehen.

Die Vernetzung verschiedener Institutionen in Projektkonsortien ist ein wichtiger Aspekt, um eine dynamische Entwicklung des FTI-Standorts Niederösterreich zu gewährleisten.

Ausschreibungen 2021

Evaluierungsverfahren und Projektauswahl

Das Evaluierungsverfahren und die Projektauswahl erfolgt auf Basis der Ausschreibungsunterlage für den jeweiligen Call.

  1. Alle fristgerecht eingereichten Anträge werden zunächst einer internen formalen Begutachtung durch die GFF zugeführt. Dabei werden die Vollständigkeit des Antrags sowie die Erfüllung der formalen Voraussetzungen und der finanziellen Rahmenbedingungen geprüft.

  2. Die GFF stellt eine Jury aus zumindest fünf unabhängigen externen Expert*innen im jeweiligen Themengebiet des Calls zusammen. Auf ein möglichst ausgewogenes Geschlechterverhältnis wird geachtet.

  3. Die Fachbegutachtung erfolgt durch die Jurymitglieder und / oder von der GFF zusätzlich ausgewählte unabhängige externe Fachgutachter*innen. Für jeden Projektantrag werden insgesamt 2-3 Fachgutachten erstellt.

    Die Bewertung erfolgt anhand eines Punktesystems. Es gibt drei Hauptkriterien (K1-3) mit jeweils fünf Subkriterien. Pro Subkriterium können bis zu 5 Punkte vergeben werden. Die Punkte für die Hauptkriterien ergeben sich aus dem arithmetischen Mittel der Subkriterien. Je mehr Punkte vergeben werden, desto besser ist die Bewertung.

    [K1] Exzellenz
     [K1.1] Originalität und Innovation
     [K1.2] Erwarteter Erkenntnisgewinn und wissenschaftliche Bedeutung
     [K1.3] Klare Arbeitshypothesen und Relevanz der Zielsetzung
     [K1.4] Angemessenheit der Methoden
     [K1.5] Sinnvolle Eingrenzung der Thematik

    [K2] Qualität und Effizienz der geplanten Umsetzung
     [K2.1] Qualität und Effizienz des Arbeitsprogramms
     [K2.2] Durchführbarkeit (inkl. Berücksichtigung etwaiger Risiken) im insgesamt konzipierten Zeitrahmen
     [K2.3] Angemessene Finanz- und Ressourcenplanung
     [K2.4] Infrastrukturelle Rahmenbedingungen der beteiligten Einrichtungen
     [K2.5] Zusammenstellung und Qualifikation des Projektteams (auch im Zusammenhang mit Karriereentwicklung von Jungwissenschaftler*innen, Beteiligung von Senior-Wissenschaftler*innen und gendersensitiver Zusammenstellung des Projektteams)

    [K3] Wirkung
    Wissenschaftliche Wirkung
     [K3.1] nachhaltiger Ausbau der Forschungskompetenz der beteiligten Einrichtungen
     [K3.2] Erhöhung der Sichtbarkeit und Profilbildung der Standorte der beteiligten Einrichtungen
     [K3.3] Ausbau von Kooperationen der beteiligten Einrichtungen
    Gesellschaftliche Wirkung
     [K3.4] Beitrag zu Innovationen und Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen
     [K3.5] Bei Projekten mit Citizen Science Add-on: beidseitiger Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Bevölkerung

  4. In der abschließenden Jurysitzung erfolgt die Projektauswahl auf Basis der Fachgutachten.



FAQs 2021: Projektkonsortium

  • Können auch Partner aus dem Ausland mit einbezogen werden?
    Ja, selbstverständlich. Bis zu 25% der Fördermittel können für am Projekt beteiligte Einrichtungen außerhalb NÖ verwendet werden.
  • Frage zur Definition "Jungwissenschaftler*innen": Wie ist das "oder" zu bewerten? Ist eine der beiden Definitionen allein bereits Ausschlussgrund, z. B. ist jemand mit spät abgeschlossener Dissertation (vor 1986 geboren, aber Dissertation erst nach 2015) förderbar?
    Wenn eine der beiden Definitionen (physisches Alter oder akademisches Alter) zutrifft, ist eine Förderung möglich. Es ist nicht erforderlich beide Kriterien zu erfüllen.
  • Ich habe eine Nachfrage zum akademischen Alter: So wie das festgelegt ist, könnten das an und für sich auch Späteinsteiger*innen sein (sogenannte Seniorstudent*innen), die ein Doktorat nach 2015 abgeschlossen haben, oder?
    Ja, das Kriterium des akademischen Alters zielt genau darauf ab und gilt auch für „ältere“ aktive PhD-Student*innen.
  • Bachelor-, Master- und Magistergrade werden also (mit entsprechendem Geburtsdatum) auch gefördert? Bzw. was ist der akademisch notwendige Titel um als Jungwissenschaftler gefördert zu werden?
    Für die Förderung als Jungwissenschaftler*in auf Basis des Kriteriums „akademisches Alter“ ist ein begonnenes PhD Studium Voraussetzung. Auf Basis des Kriteriums „physisches Alter“ können auch Personen mit niedrigeren akademischen Titeln (bspw. auch studentische Mitarbeiter*innen und Masterabsolvent*innen), die wissenschaftlich an Projekten beteiligt sind, gefördert werden.
  • Wie wird das aktive PHD Studium nachgewiesen? Bestätigung durch die jeweilige Universität?
    Die Bestätigung durch die Universität, das Studienblatt etc. sind Möglichkeiten zum Nachweis des PhD Studiums.
  • Notwendiges Doktoratsstudium schließt damit MA-Absolvent*innen aus Pädagogischen Hochschulen aus?
    Das trifft nur für das Kriterium „akademisches Alter“ zu. Auf Basis des Kriteriums „physisches Alter“ können auch Personen mit Masterabschluss gefördert werden.
  • Nachfrage zu den Senior-wissenschaftler*innen: Das sind alle die vor 1987 geboren sind und vor 2016 ihr Doktorat abgeschlossen haben. Brauchen Wissenschaftler*innen, die bereits mehrere Jahre Post-doc-Erfahrung haben, auch erfahrene Wissenschaftler*innen, die sie "anleiten"?
    Die Beteiligung von Senior-Wissenschaftler*innen ist nicht zwingend erforderlich, wenn die Jungwissenschaftler*innen bereits selbst über genügend wissenschaftliche Erfahrung verfügen. Wichtig ist, dass das Projektteam und dessen Qualifikation der Begutachtung standhält. Beachten Sie, dass die Eigenleistung von mind. 10% der Gesamtfördersumme auch erbracht werden muss, wenn keine Senior-Wissenschaftler*innen beteiligt sind.
  • Müssen Jungwissenschaftler*Innen, die im Rahmen des Projekts Doktorarbeiten verfassen wollen, bereits im PhD-Studium eingeschrieben sein?
    Das muss spätestens zum Projektstart der Fall sein, wenn sie/er nach dem Kriterium „akademisches Alter“ gefördert werden soll. Ein Projektstart ist regulär bis zu 6 Monate nach der Förderzusage möglich und kann frei gewählt werden. In der Regel werden Projekte von den Projektleiter*innen erst gestartet, sobald die PhD-Student*innen verfügbar / angestellt sind.
  • Kann ein/e AntragstellerIn mehrere Projekte beantragen bzw. an diesen beteiligt sein?
    Ja, das ist in diesem Call möglich.
  • Wird es für die Userprofile eine Möglichkeit des Datenimports z.B. Schnittstelle zu ORCID geben?
    In den Userprofilen werden die persönlichen Daten, wissenschaftlicher Lebenslauf und Forschungsschwerpunkte eingegeben. Wissenschaftliche Publikationen werden nicht über das Userprofil sondern direkt im Antrag eingegeben. Hier wird es Schnittstellen dafür geben.
  • Wie ist die positive Berücksichtigung von Karenzzeiten gemeint?
    Nachweisbare Karenzzeiten verschieben die Stichtage, die für die Einstufung als Jungwissenschaftler*in entscheidend sind.
  • Zählt zu den positiv berücksichtigten Elternkarenzzeiten auch die Zeit des vorzeitigen Mutterschutzes?
    Ja.
  • Sind aktive PhD-Student*innen förderbar?
    Ja, und auch Personen, die sich aktuell in Fachärzt*innenausbildung befinden, sind förderbar.
  • Gibt es spezielle Post-doc-Förderungen für Nicht-Österreicher*innen
    Post-Docs (unabhängig von der Nationalität) können unter Einhaltung der Kriterien für Jungwissenschaftler*innen (physisches Alter oder akademisches Alter) gefördert werden.

FAQs 2021: Finanzieller Teil

  • Die Personalkosten der geförderten Personen sind ja mit 5.500€/Monat begrenzt. Sind die Kosten des Eigenleistungspersonals ebenfalls gedeckelt, oder kann die Eigenleistung mit deren tatsächlichen Personalkosten berechnet werden?
    Auch die Kosten des Eigenleistungspersonals sind gedeckelt.
  • Muss die 10%-Eigenleistung von jedem Partner erfüllt werden, oder wird die Erfüllung der Eigenleistung über die Gesamtsumme berechnet?
    Die 10% Eigenleistung muss von jedem/r Partner/in erfüllt werden.
  • Wird das Vollzeitäquivalent auf die Laufzeit des Projektes berechnet oder für einen Monat?
    Das VZÄ wird für die Laufzeit des Projektes berechnet. Die Eingabe des VZÄ für eine Person erfolgt auf Basis der Dauer der Beteiligung am Projekt. Alternativ kann die Beteiligung auch in Leistungsstunden eingegeben werden.
  • Wird es Zeitlisten brauchen? Auch für 100% Mitarbeiter?
    Zeitaufzeichnungen sind nur notwendig, wenn es keine 100%ige Zuordnung im Dienstvertrag einer Person zum Projekt gibt.
  • Kann Overhead auch für nicht förderbare Personalkosten beantragt werden?
    Overhead (25%) für nicht förderbare Personalkosten wird als Eigenleistung anerkannt

FAQs 2021: Citizen Science Add-on

  • Werden insgesamt nur 3 Projekte mit Citizen Science Add-on gefördert oder können es auch mehr sein?
    Es stehen insgesamt € 300.000.- für die Förderung der Citizen Science Add-ons zur Verfügung. Wenn mehr als 3 Projekte von der Jury ausgewählt werden und die beantragten Kosten für das Citizen Science Add-on bei einzelnen Projekten geringer als € 100.000.- ausfallen, ist auch die Förderung von mehr als 3 Projekten mit Citizen Science Add-on möglich.
  • Ist für Projekte mit Citizen Science Add-on immer ein Ethikvotum nötig?
    Das ist von der Art der Einbindung der Bürger*innen in das Projekt abhängig und muss im Einzelfall von den Antragsteller*innen selbst bestimmt werden. Bei der Einreichung muss festgehalten werden, ob für die Durchführung des Projektes ein Ethikvotum notwendig ist. Im Begutachtungsprozess wird diese Notwendigkeit ebenfalls geprüft.
  • Wir planen eine Brückenfachperson zwischen dem Hauptprojekt und dem Citizen Science Add-on. Sie soll koordinativ zwischen dem wissenschaftlichen Team und dem ehrenamtlichen Citizen Science Team wirken und selbst auch im Citizen Science-Teil mitarbeiten. Sind solche Stellen im Call mitgedacht (fallen sie dann unter Partner oder Projektmitarbeiter?)? Was wird hierfür als Qualifikationsnachweis erwartet?
    Eine Einbindung sowohl als Partner*in als auch als Projektmitarbeiter*in ist möglich. Die für das Projekt erforderliche Qualifikation muss nachvollziehbar im Antrag begründet werden. Bitte beachten Sie auch hier die Kriterien für Jungwissenschaftler*innen im Zusammenhang mit der Förderung von Personalkosten.

FAQs 2021: Begutachtung

  • Wie kann verhindert werden, dass Gutachter*innen Themen mit spezifischen NÖ-Bezug nicht mit dem "Provinz"-Stempel versehen und ablehnen?
    Es ist die Aufgabe der Antragsteller*innen, das Projekt im Antrag so zu beschreiben, dass auch für Gutachter*innen aus dem Ausland – ohne regionalen NÖ Bezug – die Relevanz des Projekts ersichtlich und nachvollziehbar ist. Etwaige Unterstützungs- /Absichtserklärungen können im Antrag angehängt werden.
  • Können anonyme Gutachter*innen aus vorangegangenen Calls ausgeschlossen werden?
    Ja, unter Angabe der Projekt- und Gutachtennummer können im Antrag auch anonyme Gutachter*innen aus der Vergangenheit ohne Begründung ausgeschlossen werden (insgesamt max. 3 Gutachter*innen).
  • Frage zu Begutachtung: Wahl der Begutachter international (wie z. B. FWF) oder auch aus Österreich?
    Es werden nationale und internationale Gutachter*innen herangezogen, jedoch keine aus Niederösterreich.
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